Einerseits gab es bereits in der Bronzezeit Wärmedämmung  durch Wände aus Flechtwerk und Stroh, andererseits tat man sich Jahrhunderte schwer damit.

Wärmedämmung meint am Allgemeinen die Wärmisolierung mit Dämmstoffen von außen oder innen.

 


Hunderte von Jahren beschränkte sich Wärmedämmung lediglich auf einer versuchten Luftdichtigkeit der Außenwände und des Daches. Zwar gab es Strohdächer, die nach oben eine gewisse Wärmedämmung mitbrachten. Diese verschwanden aber, weil sie eine extreme Brandgefahr darstellten. Die hölzernen Außenwände wurden durch Steine, meist Ziegel ersetzt, das Strohdach durch Dachziegel.

 

Immerhin baute man im 20ten Jahrhundert gern DopWärmedämmung mit Holzwolleleichtbauplattepelwände, die eine Schicht Luft dazwischen ließen. Ansonsten galt die Devise: Je dicker je wärmer. Seit Ender der 30er Jahre konnte Glaswolle industriell hergestellt werden. Generell wurde das Augenmerk aber nicht auf Nachhaltigkeit und wirtschaftliches Wohnen gelegt, sondern auf die möglichst billige Erstellung der Gebäude. Wenn, dann wurden zur Wärmedämmung größtenteils Holzwolleleichtbauplatten eingesetzt.

 

Erst seit den 70er Jahren erfolgte durch die erste Ölkrise ein Umdenken in Sachen Wärmedämmung. Wurde noch bis in die 60er Jahren nur ein Raum, meist die Küche permanent beheizt und die Stube zeitweise, ging man mit steigendem Wohlstand dazu über, mehr und mehr Räume dauerhaft zu beheizen. Bis zur Ölkrise war die Wärmedämmung jedoch deutschlandweit nur mäßig und unzulänglich. Danach begann man aus Kostengründen damit bei Neubauten auf Wärmedämmung zu achten und auch Altbauten wegen Ihrer mangelnden Wärmedämmung zu sanieren.

 

Forciert wurde diese Entwicklung durch die erste Deutsche Wärmeschutzverordnung von 1977. In den 70er Jahren wurden Außenwände gern mit Dämmmatten aus Glaswolle hinter einer Verklinkerung gedämmt. Auch Altbauten begann man so zu isolieren. Lagen doch die Klinker zu der Zeit auch optisch voll im Trend. Bei Dächern wurde die Wärmedämmung oft von innen mit Glasfasermatten, die auf Alufolie aufkaschiert waren vorgenommen. Nach außen wurde gut 10 cm ausgespart. So konnten sie in langen Bahnen geliefert und komplett von oben bis unten an den freien Seiten direkt auf die Sparren getackert werden.

 

Durch steigendem Wohlstand, höhere Energiepreise und letztlich den Klimawandel, wurde die gesetzlichen Bauvorschriften für Wärmedämmung bei Neubauten kontinuierlich verschärft. Bei Altbauten stellt sich immer die Frage der Kosten-Nutzen-Rechnung. Dabei kann oft nur ein Fachmann helfen. Während Dreifachverglasung bei Fenstern oft fragwürdig ist, macht sich ein gut isoliertes Dach sehr schnell bezahlt.