Wisenswertes über Mineralwolle

Mineralwolle ist ein moderner anorganischer Dämmstoff aus mineralischen Fasern. Mineralwolle wird sehr häufig beim Neubau und der Sanierung von Gebäuden als Wärmedämmung eingesetzt. Es gibt drei Arten von Mineralwolle.


 

Herstellung von Mineralwolle

Die Herstellung ist bei allen Arten von Mineralwolle ähnlich. Es gibt drei Arten, die zum Teil auch kombiniert werden. Die Grundstoffe werden bei 1.200 bis 1.600 Grad Celsius erhitzt und geschmolzen und im flüssigen Zustand verwoben.


 

Das Stabtrommelziehverfahren

Mit dem Ziehverfahren wurde erstmals Glas aus flüssigem Glas gezogen. Die Fasern lassen sich endlos ziehen. Das reine Ziehverfahren wird aus Glas zumeist zu Vliesen weiterverarbeitet und zum Beispiel für GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) benötigt.

Das Blasverfahren

Beim Durchblasen von flüssigen Mineralstoffen entstehen kurze und mittellange Fasern.

Das Schleuderverfahren

Beim Schleuderverfahren tritt das flüssige Mineral durch Zentrifugalkraft aus einer sich drehenden Scheibe aus. Setz man bei diesem Verfahren Bindemittel ein verbinden sich die Fasern sofort zu einem Vlies, aus dem Dämmmatten hergestellt werden können. Der Effekt ähnelt dem der Zuckerwatteproduktion. Durch zusätzlichen Druck wird das Verfahren zum Schleuder-Blas-Verfahren.


Die Schlackenwolle

Die Schlackenwolle ist die unbekannteste Mineralwolle. Sie entstand ursprünglich bei der Herstellung von Eisen und Stahl. Da wo Schlacke unter Druck aus undichten Stellen austrat, bildete sich Schlackenwolle. Die entstandenen Fasern verfilzten sich und bildeten Knäule. Daher auch der Name. Schlackenwolle ist flexibel und hat einen geringen Wärmeleitwert, spielt als moderner Baustoff aber keine Rolle.

Die Glaswolle

Der Grundstoff für Glaswolle ist tatsächlich größtenteils Glas nämlich ca. 70 %. Dabei wird Altglas verwertet. Dazu kommen noch Kalkstein und Sand sowie Bindemittel, Öl und wasserabweisende Stoffe. Bindemittel sorgen für die Formstabilität.

Die Steinwolle

kann aus Mineralien wie Kalkstein, Feldspat, Dolomit, Basalt, aber auch aus Recyclingmaterialien hergestellt werden. Zusatzstoffe werden wie bei der Glaswolle hinzugefügt.


Unterschiede zwischen Glaswolle und Steinwolle

Steinwolle hat ein höheres akustisches Dämmvermögen als Glaswolle und wird daher gern als Kerndämmplatte genommen.
Glaswolle hat ein geringeres Eigengewicht als Steinwolle. Wichtig für die Statiker. Es wird aber auch mehr Wärme aufgenommen und entsprechend wieder abgegeben. Glaswolle ist komprimierbarer als Steinwolle. Dafür hat Steinwolle eine höhere Hitzebeständigkeit.
Alle Sorten von Mineralwolle führen bei Hautkontakt bei den meisten Menschen zu Juckreiz oder Hautreizungen.

 

Mineralwolle - Glaswolle

Glaswolle

Steinwolle

Kerndämmplatten aus Steinwolle